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dreh:ton:ton

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Lars Decker 07.07.2026

Hausarbeit STP.Film SS26

Im Film / VFX / TV DokuWiki unter https://vfx-web.hdm-stuttgart.de/dokuwiki/doku.php?id=dreh:ton:ton

Tonwagen

Tonwagen Übersicht
Fig. 1: Übersicht des Tonwagens mit Sound Devices 788T und CL-9


  • 1) Sound Devices 788T —– 788t_ug.pdf (Timecode: 788t_ug.pdf, Routing: 788t_ug.pdf, File Management: : 788t_ug.pdf)
  • Compact Flash (CF) Speicherkarte mit 32GB
  • 2) Sound Devices CL-9 Linear Fade Controller —– cl-9_en.pdf
  • 3) W&R Cinelec Soundcart Top
  • 4) W&R Cinelec Soundcart Bottom

Lavalier und Funk

Fig. 2: Boom-Mic-Setup

Mikrofone / Boom

Fig. 3: MS-Mikrofon


  • Wechselkapsel Sennheiser K6 / ME66 / ME62 / ME64 k6_sennheiser.pdf
  • MS-Mikrofon (2 Schoeps-Kompaktmikrofone)
  • 2x Schaumstoffwindschutz
  • Rycote Modular Windshield 4
  • Rycote Modular Windshield 9

Timecode

Zubehör

  • 16x Lithium-Ionen-Akkus mit Ladegerät
  • Astro DM-3105 HD LCD Monitor
  • Fischer Amps Mini Body Pack 2


Technische Vorbereitung

1. Frequenz- & Funkmanagement

  • Frequenzen überprüfen: Lectrosonics (SR Dual), Wisycom (MCR42S) und die Sennheiser IEMs
  • Antennen-Setup: BETSO Bowtie Antennen an RF Octopus Splitter schließen (maximiert den Empfang für die Funkstrecken)
  • IEM-Setup: Sennheiser XSW IEMs mit der Stabantenne als Regie-/Script-Ton-Monitore einrichten

2. Rekorder & Routing (Sound Devices 788T + CL-9)

  • Speichermedien: ggf. 32GB CF-Karte formatieren. Achtung: Das 788T hat auch eine interne Festplatte/SSD. Einstellung wählen, dass auf beiden Medien parallel aufgezeichnet wird (Backup)
  • Spurenbelegung & Routing: Empfehlung (präferenzabhängig)
    1. Ch 1: Boom
    2. Ch 2-3: Lavs (2 Personen)
    3. Ch 4: Wisycom (bspw. Room-Mic)
    4. ggf. Ch 5-6: MS-Stereo-Setup (bspw. Atmo)

3. Timecode & Synchronisation

  • Master setzen: 788T als Timecode-Master auf die Projektrate einstellen (bspw. 24 oder 25 fps)
  • Achtung: 100fps werden von Kamera und 788T nicht unterstützt
  • Tentacle Sync E: Tentacle via App/Kabel mit dem 788T jam-syncen und danach an die Kamera hängen

4. Akku- & Strommanagement

  • Ladezyklen: Li-Ion-Akkus voll aufladen
  • Verbrauch planen: Der Tonwagen ist auch ohne direkten Strom betriebsfähig, aber gerade der 788T frisst enorm viel Strom

5. Mikrofone & Lavs vorbereiten

  • Sind Windshields / Schaumstoff notwendig?
  • URSA Straps und Bubblebee Cover vorbereiten
  • Auswahl der Mikrofone


Auswahl der Mikrofone

DPA 4060 Lavaliers

Polardiagramm Frequenzgang

Fig. 4: DPA 4060 Charakteristiken: Polardiagramm & Frequenzgang.

  • Klangcharakter: Extrem linear, offen, detailreich
  • Kapsel: rund (Ø 5,4 mm)
  • Kabel: dünn, flexibel, austauschbare Stecker (MicroDot)
  • Eigenrauschen: Sehr gering (23 dB(A))
  • Max. Schalldruck: 134 dB SPL








Voice Technologies VT500 Lavaliers

Fig. 5: VT500 Frequenzgang
  • Klangcharakter: Präsent, durchsetzungsfähig, optimiert für Sprachverständlichkeit
  • Kapsel: Flach/rechteckig (9,6 x 7 x 3,5 mm), Kapsel spritzwassergeschützt
  • Kabel: Robust, schweißresistent, direkt vergossener Stecker
  • Eigenrauschen: Gering (26 dB(A))
  • Max. Schalldruck: 118 dB SPL


Schoeps CMIT 5 U

Fig. 6: Schoeps CMIT 5 U Charakteristiken: Polardiagramm & Frequenzgang.

  • Festes Monoblock-Rohr-Richtmikrofon
  • Richtcharakteristik: Superniere/Keule, starke Dämpfung abseits der Achse
  • Filter (Drei elektronische Taster mit LED-Anzeige direkt am Gehäuse): Steiler Low-Cut, Sanfter Bass-Roll-Off (gegen Nahbesprechungseffekt), Höhen-Treble-Boost (Windschutz-Kompensation)
  • Gewicht & Maße: Extrem leicht (89 g) bei 25,1 cm Länge
  • Einsatz: Filmset, TV-Spielfilm, High-End-Tonangel









Sennheiser K6 mit ME66 / ME62 / ME64

  • Modulares Baukastensystem (Basis-Speiseadapter K6 + Wechselkapseln)
  • Richtcharakteristik: ME66: Kurze Keule; ME62: Kugel, ME64: Niere
  • Filter: mechanischer Schiebeschalter für Bassabsenkung am Griff
  • Gewicht & Maße (mit Kapsel): schwerer als das Schoeps (110g) und länger mit 31,5 cm, mit Batteriebetrieb noch schwerer
  • Einsatz: EB-Teams, Dokumentarfilm, Videojournalismus, flexible Allround-Einsätze
ME 62 ME 64 ME 66
Fig. 7: ME 62 Charakteristik Fig. 8: ME 64 Charakteristik Fig. 9: ME 66 Charakteristik

Fig. 7: Übersicht der Sennheiser K6-Modul-Charakteristiken



Inhaltliche Planung (variiert stark)

  • Drehbuch: Inwiefern ist das Drehbuch für den On-Set-Ton umsetzbar? Wie viele Leute sprechen (gleichzeitig)?
  • Location: Lässt sich der Drehort akustisch verbessern? Platz für Boom?
  • Kostüm: Lassen sich Störgeräusche vom Kostüm minimieren?
  • File-Management: Benennung vorab definieren und am 788T das Namensschema für die Audiodateien einstellen (z. B. Szene_Take_Spurname). Die Spuren im Rekorder beschriften (z. B. Tr1: Angel, Tr2: [Schauspieler A], Tr3: [Schauspieler B]), statt sie einfach nur Ch 1, Ch 2 zu nennen. Das erspart dem Schnitt viel Chaos.


Ton und Timecode-Synchronisation

Der Field Recorder (SD 788T) erstellt die Metadaten für die Ton-Files. Damit das spätere automatische „Syncen„ im Schnittprogramm reibungslos funktioniert, gelten hier dieselben strengen Regeln für Metadaten wie beim Bild:

  • Gleiche Timecode-Quelle: Kamera und Audio-Recorder müssen über denselben Timecode-Generator synchronisiert werden (LTC / Tentacle Sync / Ambient NanoLockit). Der Timecode muss auf beiden Systemen absolut identisch laufen (entweder als Time of Day oder über ein Master-Device generiert).
  • Audio-Metadaten erhalten: Externe Audiodateien bringen eigene Metadaten wie Szenen-, Take-Nummern und Spurbezeichnungen mit. Beim Generieren von Proxies (z. B. wenn der Ton direkt in Resolve an das Bild angelegt und mit exportiert wird) muss darauf geachtet werden, dass die Original-Audio-Metadaten nicht überschrieben werden oder verloren gehen.
  • Sound Roll / Tape Name: Ähnlich wie der Reel Name beim Bild besitzen auch Audiodateien oft ein Metadatenfeld namens „Sound Roll“ (Tonband-Name). Für eine spätere EDL-Übergabe an das Sound-Department (via AAF oder OMF) ist es essenziell, dass dieses Feld korrekt belegt bleibt und das Schnittprogramm die Proxies mit den originalen Audio-Files verknüpfen kann.

Resolve-Tipp: Wenn der Ton vor dem Proxy-Export in DaVinci Resolve synchronisiert wird, sollte man über die Funktion „Auto Sync Audio Based on Timecode“ gehen. Kontrolliert auch hier in der Media-Page, ob nach dem Sync der Kamera-Timecode und der Audio-Timecode exakt übereinstimmen, bevor die Proxies gerendert werden.

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