Frequenzen überprüfen: Lectrosonics (SR Dual), Wisycom (MCR42S) und die Sennheiser IEMs
Antennen-Setup: BETSO Bowtie Antennen an RF Octopus Splitter schließen (maximiert den Empfang für die Funkstrecken)
IEM-Setup: Sennheiser XSW IEMs mit der Stabantenne als Regie-/Script-Ton-Monitore einrichten
2. Rekorder & Routing (Sound Devices 788T + CL-9)
Speichermedien: ggf. 32GB CF-Karte formatieren. Achtung: Das 788T hat auch eine interne Festplatte/SSD. Einstellung wählen, dass auf beiden Medien parallel aufgezeichnet wird (Backup)
Fig. 7: Übersicht der Sennheiser K6-Modul-Charakteristiken
Inhaltliche Planung (variiert stark)
Drehbuch: Inwiefern ist das Drehbuch für den On-Set-Ton umsetzbar? Wie viele Leute sprechen (gleichzeitig)?
Location: Lässt sich der Drehort akustisch verbessern? Platz für Boom?
Kostüm: Lassen sich Störgeräusche vom Kostüm minimieren?
File-Management: Benennung vorab definieren und am 788T das Namensschema für die Audiodateien einstellen (z. B. Szene_Take_Spurname). Die Spuren im Rekorder beschriften (z. B. Tr1: Angel, Tr2: [Schauspieler A], Tr3: [Schauspieler B]), statt sie einfach nur Ch 1, Ch 2 zu nennen. Das erspart dem Schnitt viel Chaos.
Ton und Timecode-Synchronisation
Der Field Recorder (SD 788T) erstellt die Metadaten für die Ton-Files. Damit das spätere automatische „Syncen„ im Schnittprogramm reibungslos funktioniert, gelten hier dieselben strengen Regeln für Metadaten wie beim Bild:
Gleiche Timecode-Quelle: Kamera und Audio-Recorder müssen über denselben Timecode-Generator synchronisiert werden (LTC / Tentacle Sync / Ambient NanoLockit). Der Timecode muss auf beiden Systemen absolut identisch laufen (entweder als Time of Day oder über ein Master-Device generiert).
Audio-Metadaten erhalten: Externe Audiodateien bringen eigene Metadaten wie Szenen-, Take-Nummern und Spurbezeichnungen mit. Beim Generieren von Proxies (z. B. wenn der Ton direkt in Resolve an das Bild angelegt und mit exportiert wird) muss darauf geachtet werden, dass die Original-Audio-Metadaten nicht überschrieben werden oder verloren gehen.
Sound Roll / Tape Name: Ähnlich wie der Reel Name beim Bild besitzen auch Audiodateien oft ein Metadatenfeld namens „Sound Roll“ (Tonband-Name). Für eine spätere EDL-Übergabe an das Sound-Department (via AAF oder OMF) ist es essenziell, dass dieses Feld korrekt belegt bleibt und das Schnittprogramm die Proxies mit den originalen Audio-Files verknüpfen kann.
Resolve-Tipp: Wenn der Ton vor dem Proxy-Export in DaVinci Resolve synchronisiert wird, sollte man über die Funktion „Auto Sync Audio Based on Timecode“ gehen. Kontrolliert auch hier in der Media-Page, ob nach dem Sync der Kamera-Timecode und der Audio-Timecode exakt übereinstimmen, bevor die Proxies gerendert werden.